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So wenig Sonne wie seit 30 Jahren nicht mehr? Der Winter 2025/26 im Faktencheck

In den Medien – unter anderem im Radio – war zuletzt zu hören: So wenig Sonnenschein wie in diesem Winter gab es seit rund 30 Jahren nicht mehr.
Doch stimmt das wirklich? Ein Blick auf die offiziellen Messdaten zeigt: Zumindest für Teile Österreichs – besonders im Osten – ist diese Aussage gut belegt.

🌥️ Ein außergewöhnlich trüber Winter

Die klimatologischen Auswertungen stammen von GeoSphere Austria, der staatlichen Wetter- und Klimainstitution (vormals ZAMG). Dort werden die Sonnenscheindaten aller Messstationen langfristig dokumentiert und mit dem Klimamittel verglichen.

Die Analyse zeigt:

  • Besonders im Osten Österreichs lag die Sonnenscheindauer deutlich unter dem Mittel.
  • In einigen Regionen war es tatsächlich der sonnenärmste Winter seit Mitte der 1990er-Jahre.
  • Im Gebirge hingegen gab es über der Nebelgrenze teils normale oder sogar überdurchschnittliche Sonnenscheindauer.

Das bedeutet: Österreichweit war der Winter nicht überall extrem trüb – aber für das Flachland und Städte wie Wien war er außergewöhnlich dunkel.

🔗 Klimadaten & Berichte:
GeoSphere Austria – Klimamonitoring
https://klimaportal.geosphere.at/klimamonitoring

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🌫️ Warum war es so grau?

Die Ursache lag weniger in häufigen Stürmen oder Niederschlägen, sondern vor allem in stabilen Hochdrucklagen mit Hochnebel.

Diese Wetterlage sorgt dafür, dass sich in Becken- und Tallagen eine dichte Nebel- oder Hochnebelschicht hält – teilweise über Wochen. Während es auf den Bergen sonnig ist, bleibt es darunter dauerhaft trüb.

Solche Lagen kommen immer wieder vor – doch in dieser Häufigkeit und Dauer waren sie zuletzt in den 1990er-Jahren ähnlich ausgeprägt.

🧭 Fazit

Die Aussage, dass es „seit 30 Jahren nicht mehr so wenig Sonnenschein im Winter gegeben hat“, ist für Wien und Teile des Ostens gut durch Messdaten gedeckt.

Nicht ganz Österreich war gleichermaßen betroffen – aber für viele Menschen im Flachland fühlte sich dieser Winter tatsächlich außergewöhnlich grau an.

Und vielleicht erklärt das auch, warum sich viele heuer besonders auf die ersten sonnigen Frühlingstage freuen ☀️

(Beitragsbild © Freepik.com)